Touristische Aufgaben der Zukunft

Obmann Siegfried Keinprecht (li.) und Geschäftsführer Mathias Schattleitner sind sich sicher, dass man nur als starke Einheit am heiß umkämpften Tourismusmarkt bestehen kann.Foto: Christine Höflehner

Der "Ennstaler" sprach darüber mit zwei Führungskräften
Die Region Schladming-Dachstein ist eine der größten Tourismusregionen Österreichs. An ihrer Spitze stehen Obmann Siegfried Keinprecht und Geschäftsführer Mathias Schattleitner. Kurz vor dem Start der nahenden Sommersaison sprach der "Ennstaler" mit den beiden Touristikern über die aktuelle Lage, Herausforderungen und den Weg, den die Region in Zukunft einschlagen wird.
Der Tourismusmarkt ist ein heiß umkämpftes Segment, in dem unter anderem die Digitalisierung eine immer größer werdende Rolle spielt. Um weiterhin im Konzert der größten Tourismusregionen Österreichs mitspielen zu können, muss auch die Region Schladming-Dachstein am Puls der Zeit bleiben und Herausforderungen annehmen, wie Obmann Siegfried Keinprecht und Geschäftsführer Mathias Schattleitner im Gespräch mit dem "Ennstaler" bestätigten.
Der Ennstaler: Nach dem Wechsel in der Funktion des Vorsitzenden des Beirates arbeitet die Schlad­ming-Dachstein Tourismusmarketing GmbH nun seit 157 Tagen in neuer Konstellation. Wie geht es euch persönlich damit, wie sieht euer erstes Fazit aus?
Siegfried Keinprecht: "Ich habe mich inzwischen gut in meiner neuen Position als Beiratsvorsitzender von Schladming-Dachstein eingelebt. Von Anfang an hat mich ein interessantes und spannendes - aber auch ein sehr herausforderndes - Aufgabenfeld erwartet. In den letzten 157 Tagen ist es uns gelungen, an sehr vielen verschiedenen Themen und Projekten zu arbeiten, die unserer Region und allen Leistungsträgern zugute kommen."
Mathias Schattleitner: "Ich ziehe ein positives Resümee. Wir haben in den ersten Monaten des Jahres mit großem Einsatz viele neue Projekte aus der Taufe gehoben. Sie alle werden die Region Schladming-Dachstein weiter stärken."

Der Ennstaler: Welche drei Themen sind derzeit unter den vielen Aufgaben der Region Schladming-Dachstein die wichtigsten?
Siegfried Keinprecht: "Zu jeder Zeit ist es wichtig, in puncto Digitalisierung am Puls der Zeit zu bleiben. Die Konkurrenz schläft nicht und wir möchten nicht zurückfallen. Auch eine gute und effiziente Zusammenarbeit mit unseren Tourismusverbänden ist für mich von großer Bedeutung. Hier gilt es vor allem, klare Aufgabenteilungen zu schaffen und etwaige Doppelgleisigkeiten zu vermeiden. Dann ist mir aber auch die Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft in allen Bereichen ein wichtiges Anliegen. Von Verhandlungen mit Grundbesitzern bis hin zur Vielfalt an regionaler Kulinarik - unsere Landwirtschaft spielt in allen Bereichen eine große Rolle."
Mathias Schattleitner: "Digitalisierung, Servicierung und die Stärkung des Regionsgedankens. Letzteres ist mir besonders wichtig. Nur wenn alle Player an einem Strang ziehen, können wir eine schlagkräftige Einheit bleiben. Das ist für uns alle entscheidend, um österreichweit und international bestehen zu können. Dazu möchte ich gerne ein Beispiel zur Orientierung geben: Große Tiroler Marktbegleiter verfügen über bis zum Dreifachen unseres Jahresbudgets. Produkttechnisch betrachtet können wir mit ihnen in der ‚Tourismus-Champions-League‘ aber ganz klar mitspielen. Ressourcentechnisch müssen wir jedoch alle Hebel in Bewegung setzen, um mithalten zu können - und das geht nur gemeinsam!"
Der Ennstaler (an den Obmann gerichtet): Megatrend Digitalisierung: Was bedeutet diese Entwicklung für die Vermieter in der Region Schladming-Dachstein?
Siegfried Keinprecht: "Die Digitalisierung hat viele Herausforderungen mit sich gebracht und es wird immer schwieriger, sich von den Mitbewerbern am Tourismusmarkt abzusetzen. Das Gute: Wir haben die Zeichen früh genug erkannt und arbeiten intensiv daran, damit unsere Region weiterhin vorne mitspielen kann. Dies ist aber nur möglich, wenn auch unsere Vermieter sich in diesem Bereich aktiv mit einbringen. Gerade für kleinere Vermieter kann das zu einer großen Herausforderung werden, daher möchten wir ihnen mit eigenen Vermietercoachings unter die Arme greifen".  
Der Ennstaler (an den Geschäftsführer gerichtet): Welches Thema ist deiner Einschätzung nach für die Zukunft der Region Schladming-Dachstein am bedeutendsten?
Mathias Schattleitner: "Zusammenhalt! Erfolgsentscheidend ist, dass wir als Einheit stark bleiben. Es geht darum, uns weniger mit uns selbst zu beschäftigen und dafür mehr an der Sache zu arbeiten - schnell, effizient und gemeinsam, Schladming-Dachstein mit seinen sieben Urlaubszentren und den Seilbahnen. Dann ist uns allen eine gute Zukunft sicher."
Der Ennstaler: Danke für das Gespräch!

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