LG Ennstal weiter auf Erfolgskurs

Das Führungsteam der Landgenossenschaft Ennstal (v.l.n.r.): Dir. Ing. Johannes Pauritsch, Dir. Ing. Mag. Markus Gerharter, Generaldirektor KR Ing. Bernhard Gruber, Obmann ÖR Hermann Schachner, Dir. Harald Steinlechner, Aufsichtsratsvorsitzender Andreas Radlingmaier, Obmann-Stv. Andreas Pichlmayer und Aufsichtsratsvorsitzender-Stv. Otmar Huber.

Mit knapp 1500 Mitarbeitern und einer Betriebsleistung von rund 365 Millionen Euro ist die Landgenossenschaft Ennstal zweifelsohne das wirtschaftliche Flaggschiff im Bezirk Liezen. Der Konzern hat aber auch mit Problemen zu kämpfen, wie bei der Generalversammlung am vergangenen Freitag auf Schloss Trautenfels deutlich wurde.
Die allgemein gute wirtschaftliche Entwicklung, kluge Investionen und strategisch richtige Positionierungen am Markt schlugen sich für die Landgenossenschaft Ennstal in einem sehr guten Gesamtergebnis nieder, wie den Ausführungen von Obmann Hermann Schachner, Geschäftsführer Bernhard Gruber und Aufsichtsratsvorsitzenden Andreas Radlingmaier am Freitag zu entnehmen war. Der Konzern konnte einen Gesamtumsatz von 365,3 Millionen Euro erwirtschaften, was einem Zuwachs von 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Wirft man einen Blick auf die Töchterunternehmen des Konzerns, verzeichnete die Tiefreund KG mit 17,8 Prozent die mit Abstand größten Zuwächse. Positiv bilanzierten auch die Enns­tal Milch (6,3 Prozent) und die Landmarkt KG (3,6 Prozent). In der Landena KG gab es Licht- und Schattenseiten. Als ausgesprochen erfreulich bezeichnete Geschäftsführer Bernhard Gruber die Entwicklung bei Edeka, dem größten Lebensmittelhändler Deutschlands, wo man mit hochwertigen Suppen und Fertiggerichten in Dosen gelistet wurde. Dem gegenüber stehen jedoch Rückgänge im Tiefkühlsortiment, vor allem bei den großen Kunden Iglo und der Aldi-Gruppe. Unterm Strich liegt das Ergebnis mit einem leichten Plus von 0,2 Prozent hinter jenen der letzten Jahre. "Ein sehr schwieriges Jahr haben wir auch in der Landena Wels hinter uns", wie Bernhard Gruber sagte und auf den kurzfristigen Ausstieg von PepsiCO aus der Halal-Produktion und dem damit verbundenen Wegfall des Geschäftes im arabischen Raum verwies, was für das Tochterunternehmen einen herben Rückschlag bedeutete. Zusätzlich ist auch ein Teil der Produktion für Unilever ausgelaufen. "Beide Effekte sind hauptverantwortlich für den zehnprozentigen Umsatzrückgang, wodurch auch das Ergebnis im negativen Bereich liegt", so Gruber, der jedoch zuversichtlich ist, dass das Tochterunternehmen mit den bereits gesetzten Maßnahmen wieder ein positives Jahr erreichen kann.
Trotz der in Summe positiven wirtschaftlichen Entwicklung hat der Konzern mit einem weiteren Problem zu kämpfen, nämlich mit dem immer größer werdenden Mangel an qualifizierten Mitarbeitern am Arbeitsmarkt. "Dieses Thema verfolgt uns verstärkt in allen Bereichen und wird uns auch in den nächsten Jahren weiterhin extrem fordern", so Bernhard Gruber.
Zum Abschluss seiner Ausführungen bedankte sich der Geschäftsführer beim Vorstand und Aufsichtsrat, insbesondere bei Obmann Hermann Schachner und Aufsichtsratsvorsitzenden Andreas Radlingmaier für das umsichtige und nachhaltige Handeln sowie die gute und konstruktive Zusammenarbeit. Sein Dank galt auch den Geschäftsleiterkollegen Dir. Harald Steinlechner, Dir. Ing. Johannes Pauritsch und Dir. Mag. Ing. Markus Gerharter sowie allen 1500 Mitarbeitern für den geleisteten Einsatz und das Engagement.

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