Hysterie statt Inhalt

Bildquelle: oekastatic.orf.at

Die hysterische Debatte um die Identitären kann man eigentlich nur mit Kopfschütteln quittieren. Denn dass eine solche lächerliche Minitruppe als die größte Bedrohung für Österreich hingestellt wird, ist schlichtweg lächerlich. Würde man sich vor jedem fürchten, der irgendwelche ungustiösen oder abstrusen Meinungen im Internet verbreitet, dann gute Nacht. Etwas mehr Unaufgeregtheit wäre angebracht.
Schließlich haben wir ja inzwischen gelernt, mit dem millionenfach im Internet verbreiteten Schwachsinn aus allen Richtungen umzugehen. Das Beste ist wohl, den ganzen Mist einfach nicht zu lesen, zumal der Erkenntnisgewinn ein geringer ist. Anders sieht es natürlich aus, wenn Gesetze verletzt werden. Dann hat eine rechtliche Verfolgung der Täter zu erfolgen und sie sind vor ein Gericht zu stellen.
Da das aber nicht der Fall zu sein scheint, sollte man sich wieder relevanten Themen zuwenden. In unserem Staat gibt es genug Baustellen, die dringend auf Lösungen warten, die aber auf Grund der aktuellen innenpolitischen Verfassung leider in den Hintergrund treten. Wenn alle Beteiligten nur vorgeben, den Untergang des Abendlandes verhindern zu wollen, indem sie gegen Flüchtlinge, Rechte, Ultras, Nazis etc. anschreien, hat das keinen großen Effekt. Außer dass die politische Arbeit liegen bleibt, die sie eigentlich erledigen sollten. Also, beruhigen und arbeiten bitte.

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