Grundlsee wird "Luftkurort"

Mit Grundlsee wird nun auch die letzte Ausseerland-Gemeinde ein Kurort.

Mit der Verleihung des Titels "Luftkurort" an die Gemeinde Grundlsee ist nun auch die letz­te Kommune des Ausseerlandes dem elitären Zirkel der Kurorte beigetreten. Die Region Ausseerland-Salzkammergut kann somit mit Stolz behaupten, eine besonders gesunde Urlaubs- und Kurregion zu sein.
Am kommenden Sonntag, dem 11. Juni, wird diesem festlichen Anlass entsprechend ab 14 Uhr zu einer großen Feier beim Gemeindepark/Musikpavillon Grundlsee geladen, bei dem auch eine ganze Reihe an Ehrengästen gratulieren werden.  Aussee trägt das "Bad" schon seit 1868 im Namen, Mitterndorf seit 1972 und Altaussee ist seit 1989 Luftkurort. Nun folgt - als letzte der Ausseerland-Gemeinden - auch Grundlsee. Mit einem Bescheid des Landes Steiermark ist diese hohe Auszeichnung fixiert worden und Bgm. Franz Steinegger betont, dass Grundlsee erst die neunte Gemeinde in der Steier­mark sei, die diesen Titel führen darf. "Angesichts von ehemals 542 und heute 287 Gemeinden der Steiermark sieht man, dass dies ein seltenes und nicht so einfach zu erlangendes Prädikat ist", so Steinegger nicht ohne Stolz. Damit sind nun alle Mitglieds­gemeinden des Tourismus­ver­bandes Ausseerland-Salzkammer­gut Kurorte und stellen so eine große Kurregion dar. Von Allge­meinmedizin, Luxuskuren, Sport­medizin, bis hin zu basismedizini­schen Angeboten reicht das Portfolio der vier Gemeinden. "In Grundlsee wollen wir uns auf die vielfältigen Möglichkeiten der Naturheil­kunde und der Komple­mentärmedizin spezialisieren. Diese Ausrichtung bietet eine sinnvolle und umfangreiche Ergänzung zu unseren Nachbargemeinden", so Steinegger.  Mit Kurärztin Dr. Monika Drechsler wurde auch eine Medizinerin gefunden, die die unglaublichen Heilkräfte der Natur genauso zu schätzen weiß wie die traditionelle chinesi­sche Medizin, die aber auch auf die Schul­medizin zurückgreift, wenn sie dies für sinnvoll erachtet. Erst kürz­lich erklärte im Rahmen der "Naturraumgespräche" im JUFA Bad Aussee der Professor an der IMC FH Krems, Georg Christian Stecken­bauer, welche positiven Auswir­kungen der Wald und die Natur auf die Gesundheit des Menschen haben. So können sich Störungen wie Burnout, Depressionen oder Herz-Kreislauf-Störungen durch Kuren im Wald verbessern. Japan ist in diesem Zusammenhang wieder Vorreiter, hat das Potenzial des Waldes erkannt und vermarktet auch das "Waldbaden". Deutschland sprang auf diesen neuen Trend im Gesundheitstourismus sofort auf und hat mittlerweile schon einige Kur- und Heilwälder explizit ausgewiesen. Mit diesem Ansatz könnte man in Grundlsee einen Gesundheitstrend langfristig etablie­ren.

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