Floriani lässt grüßen

Bildquelle: oekastatic.orf.at

Nachdem das Land Salzburg Ende 2015 den Bau der 380-KV-Leitung in Salzburg genehmigt hatte, sieht jetzt auch das Berufungsgericht den Bau als legal an. Auch wenn noch einzelne Beschwerden gegen das Projekt möglich sind, wird wohl in absehbarer Zeit mit den Arbeiten begonnen werden können. Das ist gut für die energiewirtschaftliche Versorgung Österreichs, gut für die Konsumenten und gut für den Glauben an den Staat.
Zu allererst ist zu bedenken, dass ein Verfahren mit mehr als sechs Jahren Dauer für das antragstellende Unternehmen nicht zumutbar ist. Wenn es um entscheidende Infrastrukturvorhaben geht, muss es einfach schnellere Wege geben, die auch nicht von jedermann beliebig in die Länge gezogen werden können. Sonst ist der Staat schlicht handlungsunfähig und nur mehr Spielball von Privatbeteiligten. Es ist zu hoffen, dass sich das durch das neue Standortgesetz auch wirklich verändern wird.
In der Sache selbst gilt natürlich wie immer das Florianiprinzip, alles kann gebaut werden, aber natürlich nicht in meiner Gemeinde. Das Vorhaben ist aber einfach wichtig, es bringt den teilweise überflüssigen Ökostrom in die Pumpspeicherwerke des Westens, wo er gespeichert werden kann. Und das bringt Österreich einen besseren Eigenversorgungsgrad und letztlich auch eine deutlich verbesserte Versorgungssicherheit.

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