Fehler im System

Bildquelle: bilder4.n-tv.de

Die versprochene Senkung der Steuerquote in Österreich ist leider noch in weiter Ferne. 42,8 Prozent des Nettoeinkommens müssen wir durchschnittlich immer noch abliefern, was eine international rekordverdächtige Quote ist. Wie der Budgetdienst des Bundes jetzt verlautbart, sind die Einkommen in Österreich dadurch extrem gleichmäßig verteilt. Dadurch gibt es wenig Armut und der soziale Friede ist gesichert.
Ganz anders sieht die Situation allerdings bei der Vermögensverteilung aus. Das liegt einerseits an der großen Zahl von Mietern in Österreich, denn das private Eigenheim ist in vielen Ländern Europas der größte Teil des Vermögens. Und andererseits führt die extreme Umverteilung speziell beim Mittelstand zu einer Demotivierung. Es lohnt sich kaum, ein höheres Einkommen anzustreben, weil davon netto nach Transfers so gut wie nichts übrigbleibt. Leistung lohnt sich also nicht und daher schafft auch kaum jemand einen nennenswerten Vermögensaufbau.
So zeigt der Bericht zum Beispiel auch, dass inzwischen schon 70 Prozent der Haushalte Nettoempfänger sind, was im Umkehrschluss bedeutet, dass unter dem Strich 30 Prozent der österreichischen Haushalte die gesamte Steuerlast tragen. Dass diese Entwicklung ausgesprochen ungesund ist, liegt auf der Hand und man wird am System einiges ändern müssen, wenn sich Leistung wirklich wieder lohnen soll.

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