24. Wintertagung in Aigen/E.

Am Donnerstag und Freitag vergangener Woche fanden sich unter der Patronanz des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus - vormals Landwirtschaftsministerium - sowie des Ökosozialen Forums knapp tausend im landwirtschaftlichen Bereich Tätige zur 24. Wintertagung in der Puttererseehalle in Aigen im Ennstal ein.
Freundlich begrüßt von HBLFA-Direktor Dr. Anton Hausleitner und in der gastgebenden Gemeinde von Bürgermeister Raimund Hager willkommen geheißen, startete die auf aktuelle Themen eingehende, von Dr. Karl Buchgraber organisierte und für zwei Tage angesetzte Wintertagung. Bauernbundpräsident Georg Strasser stellte Zukunftsperspektiven für die bäuerlichen Berufsgenossen an den Beginn seines Auftritts. Es folgten Ausführungen diverser Fachleute bis hin zum Nachmittagsprogramm, eröffnet von Bürgermeister und Bio-Bergbauer Raimund Hager, der Aspekte und Besonderheiten von "Tierhaltung am Berg" aufzeigte und auf die kleinteiligen Strukturen und Eigenheiten der bergbäuerlichen Landwirtschaft hinwies. Sehr konsumnah und aufschlussreich zeigten sich die Referate von DI Martin Gressl, dem Leiter des Qualitätsmanagements in der Agrarmarkt Austria Marketing GmbH, zu "Wertschöpfung und Wertschätzung" mit Sicht auf die erwartete Qualität und von Mag. Michael Riedler, dem Geschäftsführer der REWE Austria Fleischwaren GmbH, der schlüssige Angaben zu den "Anforderungen des Lebensmittelhandels an die produzierenden Bauern" machte. Josef Moosbrugger (Foto) gab als Präsident der Vorarlberger Landwirtschaftskammer und Vorsitzender des österreichischen Milchwirtschaftsausschusses Antworten auf die Fragen der momentanen "Milchschwemme" und der damit verbundenen Preisbildung für Milcherzeugnisse, aber auch zu den mit Überschüssen einhergehenden Mindererlösen. Der Freitag als zweiter Tag der Begegnung war geprägt von einem Thema, das derzeit nicht nur die Nutztierhalter auf den österreichischen Almen bewegt: das vermehrte Auftreten des Raubtieres "Wolf". Unter der Überschrift "Große Beutegreifer und gesamtgesellschaftliche Auswirkungen" führte der Raumberg-Gumpensteiner Forschungsleiter Dr. Johann Gasteiner, selbst Veterinär und Jagdausübender, eine Reihe von Aussagen für die abschließende Podiums- und Publikumsdiskussion zu einem Extrakt zusammen, das gute Ansatzpunkte für einen fairen und wertfreien abschließenden Diskurs bot.

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