Montag, 23. Oktober 2017

Wer angelt sich die FPÖ?

Bildquelle: vol.at

Noch wenige Tage, dann haben wir den gefühlt längsten Wahlkampf der österreichischen Geschichte endlich hinter uns gebracht. Dann wird hoffentlich der Ton wieder etwas zivilisierter werden und die Regierungsverhandlungen können beginnen. Aus heutiger Sicht werden die Kleinparteien dabei wohl keine Rolle spielen, während die FPÖ fast sicher Teil der neuen Regierung sein wird, denn eine Neuauflage der großen Koalition käme nach den jüngsten Ereignissen einer Selbstaufgabe der Beteiligten gleich. Es wäre aber auch unproduktiv und vom überwiegenden Teil der Bevölkerung nicht gewünscht. Schon zu lange sind SPÖ und ÖVP aneinander gekettet, zuletzt war man in der Regierung gar nicht mehr handlungsfähig. Es ging eigentlich nur mehr darum, dem Regierungspartner möglichst viele Steine in den Weg zu legen, während dringend nötige Reformen ewig nicht in Angriff genommen wurden. Es ist natürlich keineswegs so, dass die nächste Regierung jetzt automatisch alles besser macht. Aber es besteht zumindest die Hoffnung, dass ein kollegialerer und produktiverer Arbeitsstil die Lösung von Problemen leichter macht. Und diese gibt es ja leider sonder Zahl, nachdem in den letzten Jahren keine Bewegung mehr in der Republik möglich war. Jetzt liegt es am Wähler, wem er das Mandat für eine Regierungsbeteiligung in die Hand gibt, wobei es der FPÖ wohl kaum zu nehmen ist. Sie dürfte in der nächsten Regierung gesetzt sein.

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