Donnerstag, 23. Februar 2017

Jausenstation bei der Seewiese wird reaktiviert

Nach dem Vorbild der alten Restauration in der Seewiese sollen nun die Gebäude behutsam reaktiviert werden.

Mangelnden Geschmack, was Liegenschaften anbelangt, kann man Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz nicht nachsagen. Das Seehotel Grundlsee, das Posterholungsheim und auch ein 0,7 Hektar großes Grundstück in der Seewiese in Altaussee mit zwei Gebäuden hat er in den letzten Jahren im Ausseerland übernommen.
Das Seehotel Grundlsee floriert und auch beim Posterholungsheim sind die gröbsten Arbeiten schon erledigt. Nun scheint es, dass auch bei der Seewiese nach Jahren der Verhandlung ein Durchbruch erzielt wurde. Die Verhandlungen zogen sich wegen der Grundstücksgrenze mit den Österreichischen Bundesforsten und anderen Parametern in die Länge. Noch dazu handelt es sich bei der Seewiese um ein "Natura-2000-Gebiet", das einen sehr hohen Schutzstatus darstellt. Ent­sprech­end sensibel sind alle Beteilig­ten an die Planung dieses Vorhabens herangegangen. Mit den Bundesforsten hat man eine Einigung erzielen können und die Gemeinde Altaussee hat das ihre dazu beigetragen, dass in der Seewiese bald eine weitere Jausen­station, neben jener von Paul König vlg. Geiger, zum Ausflug einlädt. Dies wird nämlich die ursprüngliche Nutzung der Gebäude sein: Eine Reaktivierung der Jausenstation mit Gastraum im einen Gebäude und einer Außen­schank mit Aufenthalts­räumen im zweiten Gebäude.  Die Bauverhandlung ist positiv erle­digt worden. Die einzige Frage die nun noch beantwortet werden muss,  bevor ein Baubescheid ausgestellt werden kann, ist die Verlegung einer Kanal-, Wasser- und Stromleitung, die durch den Altausseersee geführt werden wird. Die Bauarbeiten in der Seewiese werden über die bestehende Forststraße mit einem Zu­bringer bewerkstelligt werden, wobei der Zubringer nach der Renovierung der Gebäude wieder rückgebaut werden muss.  Ein Bootshaus, das damals, als die Anlage noch in Betrieb war, dazugehörte, wird bei dieser Sanierung nicht berücksichtigt werden, die Errichtung eines Bootshauses fand naturschutz­rechtlich keine Zustimmung. "Es wird alles so werden wie früher, die Erreichbarkeit bleibt auf Fuß und Schiff beschränkt, lediglich soll die Seewirtschaft behutsam revitalisiert werden", wie Tina Deutner vom Büro Mateschitz auf eine frühere Anfrage antwortete.  Den Architekten und bauausführenden Unternehmen wird bei diesem Vorhaben ein Höchstmaß an Fingerspitzengefühl abverlangt werden. Durchgesickert ist bisher nur eine sehr vage Beschreibung des Planes, der jedoch eine sehr stimmige und geschmackvolle Sanierung der Gebäude mit heimischem Lärchenholz und ortstypischer Bau­weise vorsieht. Man darf gespannt sein, denn ab dem Frühjahr soll es in der Seewiese nun wirklich zur Sache gehen.

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