Ennstalstraße ist wieder Baustelle

In den kommenden zwei Monaten werden die beiden Brücken westlich von Weißenbach saniert, danach folgen die Arbeiten an der Fahrbahn in Richtung Wörschach.

Seit Montag dieser Woche werden die Nerven der Verkehrsteilnehmer auf der Ennstal-Bundesstraße wieder auf eine harte Probe gestellt. Grund dafür sind zwei Baustellen westlich von Weißenbach/Liezen. Mit der anschließend geplanten Fahrbahnsanierung in Richtung Wörschach sind Staus bis Ende Oktober vorprogrammiert.
Die in den 1950er-Jahren errichtete Ennstal-Bundesstraße kann abschnittsweise mit einem Trampelpfad verglichen werden - zutreffend ist dies auf jeden Fall für den Bereich zwischen Weißenbach/Liezen und Wörschach. Westlich von Weißenbach wurden nun am Montag zwei Baustellen eingerichtet, um zuerst zwei Brücken und ihn weiterer Folge zweieinhalb Kilometer der arg in Mitleidenschaft gezogenen Fahrbahn zu sanieren.  Wie Verkehrslandesrat Anton Lang in einer Aussendung mitteilte, werden in der ersten Bauphase die sogenannte "Reschitzbachbrücke" und ein Viehdurchlass saniert. "Im Wesentlichen werden dabei Tragwerke und Widerlager saniert sowie Randbalken, Abdichtungen und die Fahrbahn erneuert. Dabei wird der Verkehr in den Brückenbereichen wechselweise mit Ampeln beziehungsweise Posten angehalten", so Karlheinz Lang von der Verkehrsabteilung des Landes.  Die Arbeiten an den beiden Brücken werden voraussichtlich zwei Monate in Anspruch nehmen, anschließend werden noch zweieinhalb Kilometer der Fahrbahn von Weißenbach in Richtung Wörschach saniert. Laut Hannes Pichler von der Verkehrsabteilung ist die Deckschicht der Fahrbahn in diesem Abschnitt ausgebrochen, auch liegen Netzrisse und Verformungen vor, zudem ist die Mittelnaht großteils überhaupt offen. "Zuerst wird die Fahrbahn abgefräst, dann eine zehn Zentimeter starke Trag- und in der Folge eine drei Zentimeter starke Deckschicht asphaltiert. Im Zuge der Arbeiten werden auch die Entwässerung und in Summe vier Busbuchten erneuert sowie das Bankett abschnittsweise verbreitert", so Pichler. Während der Bau- und Sanierungsarbeiten, die bis Ende Oktober dauern werden, wird der Verkehr mittels Ampeln geregelt. Man braucht kein Prophet zu sein, um vorhersagen zu können, dass es dadurch zu massiven Behinderungen und vor allem in der Hauptreisezeit der Sommermonate zu ausgedehnten Staus kommen wird. Betroffen davon werden einmal mehr die Gemeinden Lassing, Aigen im Ennstal und Irdning sein, führt hier doch die einzig mögliche Ausweichroute, die Landesstraße L 741, durch. Und die wird, auch aufgrund der modernen GPS-Technik, nicht nur von Einheimischen weidlich genutzt werden.

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