Polit-Streit wegen Ski-WM

4. März 2010:
Die Konfrontation zwischen SPÖ und ÖVP auf Landesebene hat sich auch bei der Klausur der Bundesregierung in Graz fortgesetzt. Streitpunkt diesmal die Alpine Ski-WM 2013 in Schladming: Während der SPÖ-Landeshauptmann die wesentlichen Projekte ausfinanziert sieht, fehlen für seinen ÖVP-Vize Millionen.

Wie der ORF Steiermark berichtete, war die Ski-WM 2013 in Schladming einer von drei Punkten, welche die steirische Landesregierung mit der Bundesregierung am Dienstag bei der Klausur besprach. Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ) zeigte sich zufrieden, dass etwa Sportminister Norbert Darabos (SPÖ) eine Zusage von sechs Millionen Euro für Trainingsstrecken auf dem Hauser Kaibling und der Reiteralm gegeben hatte und Umweltminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) für Abwassermaßnahmen eine Zusage über sieben Millionen. Er sei „sehr zuversichtlich“, dass alle Inves¬titionen in Einzelgesprächen mit den jeweiligen Ministerien noch zu regeln seien. „Der Süden ist von Wien in den vergangenen Jahren sehr gut bedient worden“, so Voves.
Landeshauptmann-Stellv. Hermann Schützenhöfer (ÖVP) sah dies hingegen nicht ganz so positiv: „Es war ein nettes Gespräch, wir hatten (durch die Klausur, Anm.) 200 Nächtigungen mehr, aber ich habe nichts erfahren, was ich nicht schon wusste. Ich habe klargemacht, dass es sich um eine Weltmeisterschaft und nicht um steirische Meisterschaften handelt.“ Nach Ansicht Schützenhöfers werde Schladming gegenüber St. Anton am Arlberg hinsichtlich der Bundesbeteiligung benachteiligt. Beim Bahnhof Schladming könnte man noch 24 Millionen Euro gebrauchen, damit man dort wäre, „wo St. Anton immer schon war“. Schützenhöfers Kassasturz die Budgetbeteiligung des Bundes an der WM betreffend, fällt noch schlechter aus: „Von 700 Millionen Euro sind wir auf 300 und dann auf 200 runtergegangen, und da fehlen noch 37 Millionen Euro“.
Voves relativierte dies: „Ich kann das nicht nachvollziehen. Die Projekte stehen und sind ausfinanziert. Wenn wir von den von der Volkspartei genannten 37 Millionen die sechs für Trainingsstrecken und die sieben Millionen aus dem Umweltressort abziehen, sind wir bei 24 Millionen Euro“. Das andere müsse man in Einzelgesprächen erreichen. Er, Voves, habe den Eindruck, das Verhalten von Schützenhöfer ziele nur in Richtung Wahlen.
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