Obersteirertakt als Erfolgsmodell

14. Januar 2010:
Als neunte und letzte Station ihrer Info-Tour durch die gesamte Steiermark hatte Verkehrslandesrätin Mag. Kristina Edlinger-Ploder in den Mehrzwecksaal der Gemeinde Pürgg-Trautenfels geladen. Die Einladung hatte den Verantwortlichen der 51 Gemeinden des Bezirkes gegolten und war zwar nicht lückenlos, aber dennoch gut angenommen worden.

Anlass für die Infotour bot das nun dreijährige Laufen des Projekts „Obersteirertakt“, in das neben den öffentlichen Verkehrseinrichtungen ÖBB und Postbus auch private Zubringer¬unternehmen eingebunden sind und das den öffentlichen Verkehr in der Obersteiermark seit Dezember 2006 neu gestaltet. Für den Bezirk Liezen ergab sich dadurch eine deutliche Verbesserung des Fahrplan-Angebots und der Bahn- sowie Zubringer-Verbindungen im mittleren und oberen Ennstal bis Leoben/Bruck, in die Landeshauptstadt und durchs Mürztal Richtung Wien.
Assistiert von Dr. Alfred Hensle, dem Verantwortlichen des Steirischen Verkehrsverbundes und dem Referatsleiter Öffentlicher Verkehr in ihrem Büro, DI Werner Reiterlehner, konnte die Verkehrslandesrätin nach diesen drei Jahren, wenn man will „Testlauf“, eine Erfolgsmeldung bringen. Seit Dezember 2006 steigerten sich die Fahrgastzahlen im obersteirischen Raum um 25 Prozent, im Ennstal um über zehn Prozent. Im Obersteirertakt werden die Regionen Ennstal, Palten- und Liesingtal und das Mur-Mürztal durch Regionalexpresszüge im Zweistundentakt miteinander verbunden. Durch den Intercitytakt Bischofshofen – Selzthal – Leoben – Graz ergeben sich auf weiten Teilen des Streckennetzes stündliche Verbindungen in beiden Richtungen zwischen den Bahnhöfen mit Intercity-Halten. Zusätzlich wurde die Abstimmung der Bus- auf die Bahnfahrplanzeiten verbessert.
Als klimaschonende Alternative zum Privat-Pkw sollte der Obersteirertakt als öffentliches Verkehrsangebot durchaus punkten. Zumindest entlang des direkten Talstranges des Enns-, Palten und Liesingtales können nach Aussage der Verkehrslandesrätin seit Ende 2006 viele Behördenwege, Einkaufsfahrten, Berufswege und Freizeitfahrten verstärkt mit Bahn und Bus unkompliziert und auch kostensparender zurückgelegt werden. Schrittweise wird natürlich auch das Konzept für die Seitentäler zu optimieren sein – begleitet von ausreichend verfügbaren Parkplätzen an Bahnhöfen.
Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder setzt neben den bislang acht Info-Veranstaltungen im Lande durchaus auch auf die Unterstützung der Gemeinden, die durch umfassende Fahrplan-Information an ihre Bürger die öffentlichen Verkehrsmittel stärker in den Vordergrund stellen sollen. Sie bietet dafür den Gemeinden Druckkostenbeiträge für den Mitbürgern dienliche Fahrpläne und Informationen an. Es müsse damit auch Bewusstseinsarbeit geleistet werden, um den Umstieg vom fast immer kostenintensiveren Privatfahrzeug auf das öffentliche Angebot interessant zu machen.
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