Nightline kämpft mit finanziellen Problemen
22. Juli 2011:Am Montag voriger Woche tagte
die Regionalversammlung vor ihrer
Sommerpause im Wirtschaftspark
Liezen. Dieses aus allen Bürgermeistern
des Bezirkes, den Landtagsabgeordneten
und den Verantwortlichen
des Regionalmanagements gebildete
Gremium wird in zunehmendem
Maß zur wichtigsten Entscheidungsgruppe
auf regionaler Ebene.
Für die Weitergabe einzelner besprochener
Themen und Vorhaben an
die Öffentlichkeit hatte Regionalmanager
Hans Lanner gemeinsam mit den
beiden Landtagsabgeordneten Odo
Wöhry und Ewald Persch zur Information
eingeladen. Mit dabei auch die
beiden RML-Mitarbeiterinnen Margit
Baumschlager und Ramona Senegacnik,
die vielfach als Bindeglieder zu
den Gemeinden tätig sind. Einleitend
bestätigte Hans Lanner die spürbare
Entspannung in der Region Gesäuse-
Eisenwurzen und in diesem Zusammenhang
die kürzlich erfolgte Wahl
des Admonter Bürgermeisters Günther
Posch zum Vorsitzenden des neuen
Gemeindeverbandes. Zu dessen
Gründung hatte das RML tatkräftig die
Vorarbeiten geleistet.
Die beiden Abgeordneten hatten
sich vier Themenkreise vorgenommen.
Odo Wöhry skizzierte die Bemühungen
hin zum Fernziel „Energieautarke
Region Bezirk Liezen“
sowie „Arbeit und Beschäftigung“.
Im Kreis „Energie“ findet er das Blockieren
des Photovoltaik-Projektes
der Admonter Envesta auf der Kaiserau
als sehr bedenklich und mit optischen
Argumenten unverständlich.
„Er“, so Wöhry, „werde die Gegner im
Detail ausfindig machen“ und weiter
vehement für das Vorhaben eintreten.
Auch sollte die Nutzung der Enns
und einige ihrer seitlichen Zuflüsse für
Wasserkraftwerke unter Beachtung
des Landschaftsschutzes keine sogenannte
„Heilige Kuh“ bleiben. Er setzt
in allen Bemühungen auf enge Zusammenarbeit
mit der Energieagentur
Nord in Weißenbach und den Energiebeauftragten
des Landes. Zur Thematik
Arbeit berichtete Odo Wöhry
von Problemen der Gemeinnützigen
Beschäftigungsinitiative Liezen GBL,
die wirtschaftlich zu kämpfen habe,
jedoch unbedingt als soziales Arbeitsprojekt
bestehen bleiben solle.
Ewald Persch sprach für den Bereich
Jugend die sogenannten sechs
bis sieben „sozialen Räume“ des Bezirkes
an in denen sich die Region bewegen
soll und die eine einheitliche
Struktur und Trägerschaften erhalten
müssten. Hier würde sich beispielsweise
eine koordinierende Zusammenarbeit
mit dem Verein Avalon als
Zukunftsziel anbieten. Schwierigkeiten
gibt es in der Finanzierung der
sich oftmals als lebensrettend erweisenden
Nightline. Hier sind Verhandlungen
mit allen Vertragspartnern
notwendig. Im sozialen Bereich ist die
Finanzierung des Neubaues der RKBezirksstelle
gesichert. Das Land stellte
Abgangsgemeinden Erleichterungen
in Aussicht.
Abschließend erinnerte Hans Lanner
an die allen Gemeinden des
Bezirkes zur Verfügung stehenden
Dienstleistungen des RML, die ganz
besonders für die Landesvorgabe
„Regionext“ Bedeutung haben und
grundsätzlich auch für mögliche Kooperationen
von Gemeinden untereinander
nutzbar sind.
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