Naturparke kämpfen mit Finanzproblemen
8. April 2010:Die steirischen Naturparke müssen oft jahrlang auf zugesagte Finanzmittel der Europäischen Union warten, obwohl die Fördergelder von insgesamt rund 40 Millionen Euro angeblich zur Verfügung stehen. Davon ist auch die „Steirische Eisenstraße“ betroffen.
Dieser gehören Gemeinden in den Bezirken Liezen und Leoben an, so beispielsweise Altenmarkt an der Enns, Landl, Gams, Palfau, St. Gallen, Wildalpen, Weißenbach an der Enns, Radmer und Eisenerz. „Damit ein gefördertes Projekt genehmigt wird, muss es eingehend geprüft werden – und bis es zur Auszahlung der Fördergelder kommt, müssen die Projektträger vorfinanzieren und warten dann zwei Jahre auf die Mittel“, sagt „Eisenstraße“-Manager Gerfried Tiefner. Grund dafür seien die neuen, strengeren Förderrichtlinien in der Steiermark, die einen enormen Verwaltungsaufwand mit sich bringen würden.
Bernhard Stejskal, Geschäftsführer der „Naturparke Steiermark“, sieht Existenzen bedroht, denn es würden dadurch auch Arbeitsplätze vernichtet. Er fordert ein einfacheres Prüfungsverfahren und verweist auf Beispiele in Oberösterreich und Kärnten, wo alles viel einfacher und flotter vonstatten gehe.
Doris Kampus, Leiterin der zuständigen Landesabteilung, dazu: „Wir sind für jede bundesweite Vereinfachung der Prüfungsverfahren offen. Da es sich bei den Fördergeldern aber um Steuergelder handelt, muss besonders sorgfältig geprüft werden.“ Ihr sei bekannt, dass beispielsweise Reinhard Mitterbäck von der Region Gesäuse derzeit keine Gehälter ausbezahlen könne. Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann habe bereits Ende Februar bei EU-Kommissar und Parteikollegen Johannes Hahn vorgesprochen und das Problem erörtert. Es müsse sichergestellt werden, dass die Regionalförderungen auch in Zukunft – vor allem weniger von Bürokratie belastet – fließen können, sind sich die steirischen „Naturparke“-Leiter einig.
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