Kampf gegen Großbrand in Liezen
10. Februar 2011:Stundenlang kämpften am vergangenen Dienstag auf dem Betriebsgelände des Holzbauunternehmens von Manfred Deisl insgesamt 20 Feuerwehren mit 215 Einsatzkräften gegen einen Großbrand an.
Ein Autofahrer bemerkte in den frühen Morgenstunden als erster den Brand in dem Holzmarkt und alarmierte um 3.35 Uhr die Feuerwehr. Die ersten Einsatzkräfte waren binnen vier Minuten vor Ort. Das Feuer dürfte laut ersten Erkenntnissen in einem Sägespäne-Silo im Bereich der Hackschnitzelanlage seinen Ausgang genommen haben. Danach griffen die Flammen rasch auf die Produktionshalle, Schauräume und Büros über.
Die von Einsatzleiter Reinhold Binder kommandierten 215 Feuerwehrleute konnten ein Übergreifen des Brandes auf das Wohnhaus und die Trockenhalle verhindern. Die 800 Quadratmeter große Parketthalle war aber nicht mehr zu retten, sie wurde samt Maschinen völlig zerstört. Die enorme Menge an Löschwasser musste aus der nahen Enns über sieben Zubringerleitungen herangepumpt werden. Eine Feuerwehrfrau erlitt beim Einsatz, der bis in die Nachmittagsstunden dauerte, eine Rauchgasvergiftung.
„Wir sollen 400 Quadratmeter Parkett in die Schweiz und nach Deutschland liefern, sind bis Mitte des Jahres voll ausgelastet und haben weitere Aufträge in Aussicht. Doch vorerst geht nichts mehr“, erklärte Firmenchef Manfred Deisl sichtlich erschüttert. Der entstandene Schaden in Millionenhöhe sei durch die Versicherung gedeckt.
Am Mittwoch nahmen Brandermittler vom Landeskriminalamt und von der Landesstelle für Brandverhütung Untersuchungen hinsichtlich der Brandursache auf. Wie die Sicherheitsdirektion am Donnerstag früh mitteilte, ist die Brandursache auf einen sogenannten „Rückbrand“ im Heizkessel zurückzuführen, der den mit Sägespänen befüllten Vorratssilo in Brand setzte. Danach griff das Feuer auf die Außenverschalung und schließlich auf die gesamte Produktionshalle über. Der Gesamtschaden wurde mit rund zwei Millionen Euro beziffert, der von der Versicherung gedeckt sein dürfte.
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