Grünes Licht für Trautenfelser Schlosszufahrt

7. Januar 2010:
Auch wenn bis zum heurigen Palmsamstag das Museum noch Winterschlaf hält, für das Schloss Trautenfels selbst, für das Restaurant und den Mehrzwecksaal, für die nachliegenden Anrainer LFZ-Bioinstitut und die im Umfeld liegenden Einfamilienhäuser brachte ein überraschend eingeflogenes „Christkind“ doch was Wertvolles mit: Die Freigabe der regulären Schlosszufahrt nach zwei Jahren baubedingter Sicherheitssperre.

Damit ist bereits in den ersten drei Monaten des neuen Jahres wieder das Fahren auf der Normalroute nördlich der Schlosstaverne möglich. Veranstaltungen im Saal und Restaurantzubau als auch im Seminarraum des Museumtraktes sind wieder weitgehend ohne Gefahr erreichbar. Tatsächlich wurde ab Sommer vergangenen Jahres mit Hochdruck und Einsatz leis¬tungsstarker Maschinen an der umfassenden Sanierung der Basteimauer und der Basteifläche gearbeitet. Allein die voluminöse Gerüstung nötigte einem Respekt für die verantwortlichen Techniker ab.
An der Basteimauer entfernte man den Feuchtigkeit speichernden und damit das Mauerwerk gefährdenden Bewuchs. Parallel dazu erfolgten Abgrabungsarbeiten rund um das Schloss, die Drainage der Schlosshöfe und das Verlegen neuer Ver- und Entsorgungsleitungen. Die Drainage soll nun das Eindringen von Feuchtigkeit in die Basteimauer unterbinden. Mittlerweile hat die gesamte Bastei-Oberfläche eine Folien-Feuch¬tig¬keits¬isolierung erhalten und es wurde Drainageasphalt aufgebracht. Im Frühjahr werden diese Arbeiten abgeschlossen.
Auch an den west- und südseitigen Mauerbereichen sind die Verpress- und Verankerungsbohrungen abgeschlossen. Erst dies ermöglicht das nun wieder gefahrlose Passieren der Zufahrt. Im Zuge dieser Arbeiten wurde auch die Südfassade des Stöckelgebäudes in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt renoviert und damit ein optisch gefälliges Bild des Gesamtensembles erreicht. Für die drei Institutionen Gemeinde Pürgg-Trautenfels, Museum und LFZ Raumberg-Gumpenstein endete mit der nun noch vor den Feiertagen erfolgten Freigabe der Straße ein wenig befriedigendes Provisorium, das aber sicherheitstechnische Gründe hatte. Die drei verantwortlichen Vertreter dieser Einrichtungen – Bürgermeisterin Barbara Wolfgang-Krenn, Mag. Katharina Krenn und LFZ-Direktor Dr. Albert Sonnleitner – sind über die¬se Weihnachtsüberraschung sichtlich froh.
Katharina Krenn zitierte dem „Enns¬taler“ gegenüber auch eine abschließende Aussage des für alle Baulichkeiten des Universalmuseums Joanneum zuständigen Bauleiters Ing. Thomas Baumegger: „Die Gesamt-Fertigstellung der Sanierungsarbeiten ist für 31. Mai 2010 geplant. Voraussetzung, diesen Termin halten zu können, ist ein milder Winter. Dann kann Anfang Februar wieder mit den Arbeiten begonnen werden.“
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