Geramb-Rose für Enns-Flussaufweitung
29. April 2011:Das Bauprojekt „Hochwasserschutz Schladming“ in der Starchl-Au erhielt die höchste Auszeichnung des Vereins „BauKultur Steiermark“. Gemeinsam mit Flussaufweitungen der Mur in Weyern und Gosdorf wurde der Enns-Flussaufweitung die Geramb-Rose 2010 für landschaftsgerechtes Bauen und nachhaltige Naturraumgestaltung zugesprochen. Eine Tafel mit der GerambRose wurde am Mittwoch feierlich enthüllt.
Der Festakt wurde von Schülern umrahmt, die ihren alljährlichen Ennsufer-Frühjahrsputz absolvierten. Vertreter aus Weyern und Gosdorf, Bürgermeister der Kleinregion sowie Interessenten aus Tourismus und Wirtschaft wohnten der Veranstaltung bei. Grußworte sprachen Rudolf Hornich, Leiter der Fachabteilung 19B (Schutzwasserwirtschaft und Bodenwasserhaushalt) im Land Steiermark, Bürgermeister Jürgen Winter, Ennsbauleitungschef Manfred Marko und Vizebürgermeister Anton Streicher. Max Kleinoscheg, Operations Manager von Johnson Control, übergab an den Schulleiter der Erzherzog-Johann-Hauptschule, Stefan Scholz, einen Umweltsponsoring-Scheck.
Hochwasserschutz
Mit der Enns-Flussaufweitung in der Starchl-Au wurde eine naturnahe Neugestaltung des Gewässerlebensraumes realisiert. Durch die Aufweitung des Ufers kann die Enns wieder natürliche Flussbettstrukturen ausbilden. Das trägt massiv zum Hochwasserschutz für die Stadt Schladming bei. Es wurde eine Pufferzone geschaffen, die bei Hochwasser den Fließdruck der Enns deutlich bremst. Neben der Schutzfunkion glänzt die Flussaufweitung auch mit positiven ökologischen Effekten. In der Starchl-Au sind neue Lebensräume für Kleinstlebewesen und zusätzliche Laichgebiete für Fische entstanden. Außerdem zieht diese reizvolle, natürliche Flusslandschaft auch die Menschen in ihren Bann. Besonders in der warmen Jahreszeit tummeln sich im Westen von Schladming Radfahrer, Wanderer und andere Naturgenießer an der Enns. An heißen Sommertagen wird die Starchl-Au gerne auch zum Sonnen- und Ennsbaden genutzt.
Geramb-Rose
Die Geramb-Rose ist nach Viktor Geramb benannt. Er war der erste Österreicher, der sich wissenschaftlich mit Volkskunde beschäftigte. Geramb war Gründungsmitglied und durch Jahrzehnte Präsident des Vereins „Heimatschutz in der Steiermark“, der 2002 in „BauKultur Steiermark“ umbenannt wurde. Die Geramb-Rose wird alle zwei Jahre vergeben. Das Thema 2010 war den öffentlichen Räumen gewidmet. Es standen also Bauten für den Ort, die Infrastruktur und die Landschaft im Fokus.
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