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Ennskraftwerke spalten Volkspartei

25. Februar 2010:
Die Schladminger Parteifreunde wollen sie auf keinen Fall, der stiftseigene Admonter Energieversorger ENVESTA will bauen und VP-Abgeordneter Odo Wöhry fährt mit schwerem Geschütz für die Nutzung der Enns-Wasserkraft zwischen Mandling und Admont auf.

Der für den östlichen Teil des Bezirkes zuständige Abgeordnete der Volkspartei nahm nach Journalisten-Anfrage bei einem Pressegespräch in Weißenbach bei Liezen aus Anlass der bevorstehenden Gemeinderatswahlen Stellung zu diesem Thema. Auslöser war eine kürzlich in der Tagespresse veröffentlichte Stellungnahme des Schladminger Vizebürgermeis¬ters Toni Streicher, der gemeinsam mit Schladminger VP-Gemeinderäten dem Bau von Ennskraftwerken auf seinem Gemeindegebiet eine strikte Absage erteilte.
Für Odo Wöhry ist die Schladminger Argumentation historisch nicht haltbar, nach der „die Enns von ihrem Ursprung im Pongau bis zum Gesäuse auf einer Strecke von mehr als 100 Kilomtern der einzige noch in seiner natürlichen Form erhaltene Hauptfluss Österreichs“ sei. Die große Enns-Regulierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Nutzbarmachen des Talbodens und als Hochwasserschutz habe die Enns bereits ihrer Natürlichkeit beraubt und sie rigoros begradigt. Was blieb, sind die Altarme, die tatsächlich schützenswert sind und erhalten bleiben sollen. Hier könne man die Betreiber jeglicher Kraftwerksprojekte in die Pflicht nehmen, diese Naturschutz-Inseln für die Öffentlichkeit zugänglich und nutzbar zu machen und sie so zu erhalten. Und im übrigen seien die Energieversorger ohnehin sensibilisiert, bereits beim Bau maximalen Landschaftsschutz zu berücksichtigen. Auch das gehöre nach Ansicht von Odo Wöhry zu „nachhaltiger und ökologisch vertretbarer Energiegewinnung“, um die man nicht herumkomme.
In den von ihm als Abgeordneten zum Landtag betreuten 21 Gemeinden von Weißenbach bei Liezen ostwärts, in denen wie im ganzen Bundesland am 21. März die Gemeinderäte neu gewählt werden, weiß der VP-Politiker um die vorhandene SP-Mehrheit, die aber gerade deswegen alle Chancen biete. Die Volkspartei stellt bisher in acht Gemeinden seiner Region den Bürgermeister und verfügt über 27 Vorstandssitze mit 107 Gemeinderäten. Seiner Partei sei es in allen 21 Gemeinden ganz entgegen der vielerorts feststellbaren Politikverdrossenheit ohne Schwierigkeiten gelungen, die Listen zu formieren und Menschen zu gewinnen die bereit sind, in den Gemeinden mitzuarbeiten. Er hofft auf das Anhalten der positiven Grundstimmung über den Wahltermin hinaus.

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