DEFTA hilft Katastrophen-Gemeinden
19. August 2010:Es gibt ihn seit mittlerweile 23 Jahren und in den ersten Tagen eines jeden neuen Jahres veranstaltet er eine rauschende Ballnacht, um mit dem Erlös daraus Menschen in der Region, die unverschuldet in Not geraten sind, finanziell zu helfen. Die Rede ist vom Gröbminger Verein DEFTA, der am Donnerstag vergangener Woche einmal mehr einen großen Akt der Menschlichkeit setzte.
Die Folgen der Natur-Katastrophe vom 17. Juli waren für die fünf Mitglieder des Vereins DEFTA – Obmann Fritz Zefferer, Andreas Spanberger, Thomas Ferstl, Willi Kuchler und Ing. Mag. Franz Wallig – so etwas wie eine Verpflichtung, den betroffenen Gemeinden Kleinsölk, Stein an der Enns, Pruggern, Michaelerberg und Mitterberg rasch und unbürokratisch zu helfen. „Wir wissen, dass unser Beitrag in keiner Relation zu den enor¬men Schäden, die durch die Natur-Katastrophe verursacht wurden, steht. Trotzdem war es für uns eine Selbstverständlichkeit, unsere Kasse fast zur Gänze zu leeren, um den betroffenen Menschen in den fünf Gemeinden zu helfen“, sagte Obmann Fritz Zefferer – mit seiner Gemeinde Mitterberg selbst betroffener Bürgermeister – bei der Spendenübergabe in der Volksschule Stein/Enns, die bekanntlich seit Wochen den Hilfskräften als Einsatzzentrum dient.
Der Verein „DEFTA“ (Der Einsatz für tragische Anlässe) hat in den beinahe 23 Jahren seines Bestehens rund 200.000 Euro an unverschuldet in Not geratene Menschen in der Region gespendet. „Mit dem Reinerlös aus dem jährlichen DEFTA-Ball und den vielen finanziellen Unterstützungen war und ist es uns möglich, Menschen in der Region unbürokratisch und schnell zu helfen“, so Fritz Zefferer, der auch darauf verweist, dass bei der DEFTA kein einziger Cent für administrative Zwecke oder dergleichen verwendet wird: „Das Geld, das wir durch unsere Aktivitäten und damit durch die Menschen aus der Region einnehmen, kommt ohne Abzüge wieder jenen Personen in der Region, denen damit geholfen werden kann, zugute.“
Für seine Amtskollegen Karl Brandner (Kleinsölk), Albert Trinker (Michaelerberg), Johann Huber (Pruggern) und Fritz Zefferer (Mitterberg) bedankte sich Bürgermeister Albert Holzinger (Großsölk/Stein an der Enns) bei den Mitgliedern der DEFTA für die großartige Hilfe, die er als großen Akt der Menschlichkeit bezeichnete.
In den von der Katastrophe betroffenen Gebieten, vor allem im Kleinsölktal, sind derzeit noch rund 200 Bundesheersoldaten im Einsatz, die Straßen wieder instandsetzen, Brücken bauen oder gefährdete Hänge mit Holzverbauten absichern, um weitere Rutschungen zu vermeiden. Wie hoch der Schaden, der durch das massive Unwetter am 17. Juli verur¬sacht wurde, tatsächlich ist, kann derzeit aber noch nicht abgeschätzt werden.
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