Bundesheer-Helis übten im Hochgebirge

10. März 2011:
 In den vergangenen Tagen trainierten mehrere österrreichische Hubschrauber-Besatzungen gemeinsam mit Kollegen der deutschen Bundeswehr in hochalpinen Regionen des Raumes Steiermark und Oberösterreich bis hin­ein ins salzburgische Ankogelgebiet. Die Übungen umfassten Landemanöver und Flugbewegungen.
Zum Einsatz kamen neben den drei Eurocopter-Maschinen EC 135 und BO 105 der Deutschen Luftwaffe auf österreichischer Seite Fluggeräte der Typen Alouette 3, Black Hawk S70, Augusta Bell 212 und OH 58/KIOWA. Für diese anspruchsvolle Sonderausbildung bot sich Aigen als idealer Standort an. Dies betonte vor allem auch Brigadier Mag. Günther Schiefert, der Kommandant der Flieger- und Fliegerabwehrtruppenschule Langenlebarn, in der abschließenden Pressekonferenz am Donnerstag voriger Woche, an der auch der Bürgermeister des Staffelstandorts Aigen, Raimund Hager, teilnahm.
Am Pressegespräch hatten als Ausbildungsverantwortliche Oberst Peter Trieweiler als Lehrgangskommandant, Oberst Stefan Zott als fliegerischer Ausbildungsleiter, Obstlt. Hans Untrerdechler als Kommdant der fliegerischen Infrastruktur Boden und Oberst Christian Fiedler, der Presseoffzier des Militärkommandos Steiermark, teilgenommen. Brigadier Günther Schiefert schilderte ausführlich die Ausbildungsziele der Langenlebarner Flieger- und Fliegerabwehrschule, die in Gesamtheit für den Piloten- und Technik-Nachwuchs der österreichischen Luftstreitkräfte verantwortlich zeichnet.
Bemerkenswert seine Aussagen zum speziellen Lehrgang für Landungen und Flugbewegungen im Hochgebirge: Hier gelte es, die Besatzungen besonders für das Landen und Starten im hochalpinem Gelände zu trainieren. Es werde die Ausbildung dahingehend ausgeweitet, dass auch Flüge unter extremen Bedingungen mit größtmöglicher Sicherheit durchgeführt werden können. Solche Herausforderungen bestehen immer auch im nichtmilitärischen Bereich. Dann wenn es gilt, dringend notwendige Hilfe aus der Luft für Menschen und Tiere so rasch und sicher als möglich zu leisten. Deutliche Anklänge also an die Aigener Einsätze nach dem Plan­ner-Lawinenereignis mit Ausfliegen von Kindern oder beim sommerlichen Hochwasser 2010 in der Kleinsölk. Die Anlassfälle sind demnach vielfältig und umfassen Rettungseinsätze nach Alpinunfällen genauso wie auch Hilfseinsätze nach Naturkatastrophen.
Dass sich der leitende Fliegeroffzier Günther Schiefert nicht zur besonderen Besorgnis des Bürgermeisters, der Aigener HS-Piloten und Techniker äußern konnte, ist verständlich. Wie leider eben die gesamte Diskussion um Berufsheer oder Beibehalten der Wehrpflicht alle Betroffenen derzeit stark verunsichert, kann natürlich kaum jemand für die Aigener Situation verbindliche Aussagen erwarten. Im Presse-Mitflug über die alpine nordsteirisch-oberösterreichische Bergregion wurde das absolut exzellente fliegerische Können der Besatzungen bestens dokumentiert.
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