Altaussee und der Loser auf dem Sprung in die Zukunft

17. Februar 2011:
 Mit einem interessanten Informationsabend wurde am vergangenen Freitag für Altaussee und das Skigebiet Loser die Weiche in eine erfolgreiche Zukunft gestellt. Mit sehr engagierten Plänen will man das Skigebiet attraktiver machen und Altaussee als Tourismusort verkehrsberuhigen.
Derart umfassende Vorhaben benötigen natürlich auch das entsprechende „Kleingeld“: Das Investitionsausmaß umfasst rund 12 Millionen Euro. Um beim Land in finanziell angespannten Zeiten Gehör zu finden, wird nun darauf vertraut, dass die Einheimischen und Zweitwohnungsbesitzer des Ausseerlandes hinter „ihrem“ Skigebiet stehen und mit Beteiligungen ihr Interesse an den Zukunftsplänen bekunden.
„Das absolut wichtigste Ereignis des heutigen Tages finden hier in Altaussee statt, das Zweitwichtigste in Kairo“, meinte Moderator und ZiB-Chefreporter Roland Adrowitzer augenzwinkernd in Hinblick auf den Abgang von Ägyptens Präsident Hosni Mubarak, der fast zeitgleich mit der Präsentation der Pläne für den Loser und Altaussee stattfand. Während durch den Abgang des Präsidenten (hoffentlich) die Demokratie in Ägypten Fuß fassen kann, sind die engagierten Ausbaupläne für den Loser und den Ort Altaussee lokal von nicht minderer Wichtigkeit, um auch weiterhin als Tourismusmagnet wirken zu können.
Mit dem Ausbau der Tauplitz im letzten Jahr wurde in der Region viel bewegt, der „Mittersteinlift“ ist ein Garant für nachhaltig steigende Übernachtungszahlen. Am Loser liegen die letzten Investitionsschübe schon ein paar Jahre zurück. Mit dem Sessellift zum Loserfenster, dem Loser-Jet I sowie dem Sandling-Lift wurden längst fällige Neuerungen geschaffen, um zumindest den status quo halten zu können. Die weiteren Ausbaupläne sind somit ein logischer Schritt, um dem Skigebiet Loser ein Überleben in der Zukunft zu sichern.
Engagierte Pläne
Mit einem Film über den Loser wurden den vielen Besuchern des Abends die Vorzüge des Altausseer Hausberges nähergebracht. Egon Hierzegger stellte dann die Pläne im Detail vor: Neben einem neuen Kinderlift, der es den künftigen Skigeneration ermöglichen soll, gefahrlos die ersten Schwünge auf Skiern zu machen, soll auch der Schneiteich schon heuer im Sommer umgesetzt werden. Auch eine Geländekorrektur bei der sogenannten „Schafkirche“ und ein neuer Fußweg zum Augstsee sollen noch vor der nächsten Wintersaison abgeschlossen werden.
Nach diesen kleinen, notwendigen Investitionen präsentierte Hierzegger die mit den Eigentümern Dr. Hannes Androsch und Alois Grill abgesprochenen Pläne für den Ausbau bis 2020. So soll durch einen Rückbau der Schlepplifte (alle am Plateau befindlichen Schlepper würden demontiert werden) der Loser als Freeride-Eldorado forciert werden. „Bei den Schleppliften kann nach heftigen Schneefällen die Präparierung mehrere Tage dauern. Vor allem die Liftspur nimmt bis zu zwei Tage in Anspruch. Mit einem neuen Sessellift am Plateau könnte dies mit einem Schlag der Vergangenheit angehören“, so Hierzegger. Seinen Plänen nach soll der Loserfensterlift bis zur „Karl-Ebene“ verlängert werden, um somit den Zweier Sessellift DSB II zu ersetzen. Als Ersatz für die Schlepper am Plateau soll – zumindest in einer Variante – ein kuppelbarer Sessellift von der „Sonntagsgrube“ bis zum Greimut-Sattel führen.
„Es geht hier nicht um private Eitelkeiten, sondern darum, die Region attraktiver zu gestalten“, so Eigentümer Alois Grill, der vorrechnete, dass in Bad Mitterndorf bei einer ähnlichen Zeichnungsoffensive, wie sie jetzt in Altaussee gestartet wurde, 2,2 Millionen Euro aus der Bevölkerung aufgebracht wurden, um den Mittersteinlift auf die Tauplitz realisieren können. „Wenn man diese Investitionen für die Region und deren Zukunft sieht, müsste das bei uns auch machbar sein.“
„Mit dem Jufa-Gästehaus wurde ein Startschuss für weitere wirtschaftliche Investitionen gegeben. Die Ausbaupläne für den Loser mit einem Volumen von rund 12 Millionen Euro sind nun der nächste logische Schritt. Wenn die Bevölkerung sich in dieses Projekt einbringt, hat man beim Land bei der Vergabe von Förderungen einen ziemlich guten Hebel in der Hand“, erkärte Eigentümer Dr. Hannes Androsch, dessen geschäftsführender Gesellschafter seines Unternehmens „Consultatio“, Mag. Gerhard Pichler, die Vorzüge für die Zeichner der Beteiligungen hervorstrich. So kann man ab 500 Euro als Kleinzeichner bzw. als Großzeichner mit einer Mindesteinlage von 100.000 Euro dem Loser Flügel verleihen. Die Verzinsung beträgt 3 Prozent – in der heutigen Zeit eine durchaus interessante Alternative zu anderen Veranlagungen.
Der Zuspruch aus der Bevölkerung war gewaltig: Rund 300 Interessierte tummelten sich im Altausseer Volks­haus, um die Plätze mit der besten Sicht auf die Leinwand zu ergattern. Egon Hierzegger zeigte sich sehr erfreut über das Interesse und konnte schon am Freitag Abend vermelden, dass die ersten Unterschriften für die Unterstützung geleistet wurden.
Verkehrsberuhigung in Altaussee
Bürgermeister Herbert Pichler, der voll und ganz hinter den Plänen am Loser steht, ließ auch mit einem interessanten Vorhaben, Altaussee in Hinblick auf Verkehr zu beruhigen, aufhorchen. So soll, quasi als Zubringer und Verkehrstenlastung, von der oberösterreichischen Seite eine Straße ab dem Pötschen über das sogenannte „Gschloß“ bis hin zum Franzberg als Alternative errichtet werden. Die Pläne sind laut Pichler schon sehr weit gediehen, die Straße wurde per GPS vermessen und einer konkreten Planung steht nur mehr ein geologisches Gutachten im Wege, welches in Kürze fertiggestellt werden soll.
Wetterbericht für - Ennstal
20 °C
Bad Aussee
19 °C
Schladming
18 °C
Aigen
Kontakt
Wallig, Ennstaler Druckerei und Verlag GmbH
Hauptplatz 36
8962 Gröbming, Austria
Tel: +43 (0) 3685 / 22 1 21-0
Fax: +43 (0) 3685 / 22 3 21
E-Mail: redaktion@derennstaler.at
Ennstal News immer sofort über RSS-Feed abrufen
Mit den unseren RSS-Feeds sind Sie immer topinformiert: Wir bringen Ennstal Nachrichten immer top aktuell auf Ihren Bildschirm, ohne dass Sie sich darum kümmern müssen.

 Feed: Aktuelle Nachrichten
 Feed: Nachrichten Archiv
 Feed: Veranstaltungen
 Feed: Web-Tipps
Der Ennstaler - YouTube Channel
Ob Kinospots der angesagtesten Veranstaltungen oder Videoberichte, die wir für Sie zur Verfügung stellen. Auf unserem YouTube Channel sind Sie multimedial über die Top-News im Ennstal informiert! 

http://www.youtube.com/DerEnnstaler
Werbung
Ennstal [IT]
HAND+FUSS; Werbe und Konzeptagentur GmbH
Show Connection Veranstaltungs GmbH